Sonnenschutz, Teil III: Irrtümer über Sonnenschutz

Die meisten unter uns sind sehr gut informiert, was das Thema „Sonnenschutz“ anbelangt – allerdings kursieren auch Irrtümer, die sich in den Köpfen der Leute hartnäckig halten; und genau diese Irrtümer sind es, die uns immer wieder brandgefährlich werden können.

Hier ist eine Liste der beliebtesten Fallen, in die wir sonnentechnisch immer wieder gerne tappen:
 
  • „Wer im Solarium vorbräunt, bekommt keinen Sonnenbrand.“ Diese Behauptung trifft so leider nicht zu. Die UV-Strahlen in den Solarien sind meist derart zusammengesetzt, dass eine Bräunung schnell sichtbar wird (bewirkt durch UVA-Strahlen); für die Stärkung unserer Lichtschwiele, die uns tatsächlich unempfindlicher gegenüber Besonnung macht, ist aber die UVB-Strahlung zuständig …
    Eng damit verknüpft ist auch die Meinung, dass vorhandene Bräune den Sonnenschutz überflüssig macht. Doch ein Zuviel an Sonne schädigt auch gebräunte Haut – die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, steigt, vorzeitige Hautalterung und Altersflecken sind vorprogrammiert.
    Dass auch Selbstbräuner keinen schützenden, sondern nur einen optischen Effekt haben, versteht sich von selbst
  •  „Im Schatten ist man vor Sonnenbrand sicher.“ Schön wär’s. Doch Schatten schütz vor Sonnenbrand nicht grundsätzlich. Zwar verringert sich die Gefahr, wenn wir uns nicht direkt der Sonne aussetzen um mindestens 15 Prozent – durch Reflektion (Sand, Wasser, andere Oberflächen wie helle Wände, Schnee …) bekommen wir jedoch noch eine ganze Menge Strahlung ab. Auch Markisen und Sonnenschirme lassen, je nach Qualität, der Sonne noch so manches durch. Moderne Sonnenschirme, -segel und Markisen geben deshalb ihren UPF-Wert (Ultraviolet Protection Factor) preis (UPF 15 – 24 = mittlerer, UPF 25 – 50 = hoher, UPF 50+ = ausgezeichneter Schutz).
    Deshalb: Besser auch im Schatten eine Sonnenschutzcreme auftragen.
  • „Durch häufiges Nachcremen verlängert sich der Sonnenschutz.“ Auch das funktioniert nicht. Die Wirkung von Sonnenschutzmitteln ist zeitlich begrenzt (in Abhängigkeit vom Hauttyp und dem Sonnenschutzfaktor des Produktes). Erneutes eincremen kann zwar zweckmäßig sein (zum Beispiel nach einem Aufenthalt im Wasser); der Schutz wird dadurch wiederhergestellt, aber nicht verlängert.
  • „Wenn man ins Wasser geht, erholt sich die Haut von der Sonne.“ Ganz sicher nicht. Die Abkühlung mag zwar gut tun, doch selbst 50 cm unter der Wasseroberfläche erreicht noch ein Großteil der Strahlung unseren Körper. Ganz zu schweigen von dem reflektierenden Effekt – Wassertropfen auf unserer Haut wirken wie kleine Brenngläser (besondere Vorsicht ist auf Luftmatratze etc. geboten). Da hilft nur eines: Die Verwendung eines wasserdichten Sonnenschutzmittels!
Die liebe Sonne tut uns viel Gutes – sie sollte aber nicht während der Mittagshitze und nur mit einem passenden, hochwertigen Sonnenschutzprodukt auf der Haut genossen werden. Abschließend möchten wir noch mit einer weiteren Fehleinschätzung aufräumen: „Wer sich eincremt wird nicht braun.“ Wer sich eincremt, wird auch braun – etwas langsamer vielleicht, aber viel gesünder.
 
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